28. OKTOBER 2017

hdklassik

Diese Edition ist die zweite Veröffentlichung der 3D Binaural Series von hd-klassik und gleichzeitig Beginn einer neuen SACD-Reihe mit Live-Produktionen des Sinfonieorchesters Wuppertal in 3D-Binaural-Stereo, aufgenommen in einem der schönsten Konzertsäle Europas, der Historischen Stadthalle am Johannisberg in Wuppertal.

 

 

 

 

hdklassik SACD 3D-801702

Sinfonieorchester Wuppertal LIVE Vol. 1

Ernst von Dohnányi: Symphonische Minuten op. 36, Concerto No. 2 für Klavier und Orchester in h-Moll op. 42

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 in F-Dur op. 90

Sofja Gülbadamova (Steinway D), Sinfonieorchester Wuppertal, Dmitri Jurowski (Dirigent)


Sie können die ungarische Musik in einem Wort zusammenfassen: Dohnányi! (Béla Bartók)

Als einer der bekanntesten Pianisten, Komponisten, Lehrer und Dirigenten seiner Zeit prägte Ernst von Dohnányi (1877–1960) das damalige Musikleben in Ungarn wie kaum eine andere Persönlichkeit.
Das Budapester Philharmonische Orchester, dem er als Musikdirektor von 1919–1944 diente, war für ihn eine stetige Inspirationsquelle, aus welcher heraus einige seiner Orchesterwerke, u.a. die 1933 entstandenen Symphonische Minuten op. 36, die obendrein seinem Orchester gewidmet sind, erschaffen wurden.

Julia Jones (Generalmusikdirektorin)

Man muss sich die Umstände vor Augen führen, die der Entstehung seines Konzerts Nr. 2 für Klavier und Orchester in h-Moll op. 42 im Jahr 1947 vorangingen: Nach der Machtübernahme der Nazis in seinem Heimatland sah sich Dohnányi gezwungen, das Budapester Philharmonische Orchester aufzulösen und sein Amt niederzulegen. Nachdem er 1944 aus Ungarn floh und sich in Österreich niederließ, wurde er von seinem Schicksal unentwegt gebeutelt: Die grausame, existenzvernichtende, verlogene Anschuldigung, Dohnányi sei ein Kriegsverbrecher, die im Sommer 1945 weltweit durch alle Radiosender verbreitet wurde und zu einer abscheulichen Pressehetze ausartete und das damit verbundene Auftrittsverbot hinterließ tiefe Spuren, was im Konzert Nr. 2 für Klavier und Orchester hörbar zur Geltung kommt.

Heute möchten wir für seine Anerkennung einstehen, damit seine großartigen Werke einen festen Platz in den Herzen der Zuhörer einnehmen.

Das ist ein Berufener (Robert Schumann über Johannes Brahms)

Klemens Schmitzer (Orchestermanager)

Seine Sinfonie Nr. 3 in F-Dur op. 90 hat Johannes Brahms (1833–1897) in den Sommerferien 1883 in Wiesbaden fertiggestellt. Viel mehr ist über deren Entstehung nicht bekannt: In seinem Briefwechsel findet sich kein Wort hierzu, kompositorische Skizzen wurden nie gefunden. So bleiben nur Gerüchte: Brahms war damals 50 Jahre alt und angeblich in eine wesentlich jüngere Frau verliebt. Vielleicht rührt daher die (…) Stimmung (…) wie man sie bei Brahms nicht oft findet!, so sein Freund Antonín Dvorák, der in höchsten Tönen schwärmend an den Verleger Fritz Simrock schrieb: Ich sage und übertreibe nicht, dass dieses Werk seine beiden ersten Sinfonien überragt; wenn auch nicht vielleicht an Größe und mächtiger Konzentration – so aber gewiß an – Schönheit! (…) Welch herrliche Melodien sind da zu finden! Es ist lauter Liebe und das Herz geht einem dabei auf. Denken Sie an meine Worte und wenn Sie die Sinfonie hören, werden Sie sagen, daß ich gut gehört habe.

 

Ingo Schmidt-Lucas (Recording Producer)

Erstmalig als SACD-Serie in nativer DSD-Qualität wird innerhalb der neuen Edition das ECHO-Klassik-prämierte und von Preisträger Ingo Schmidt-Lucas konzipierte Aufnahmeverfahren 3D-Binaural-Stereo (Kunstkopf) eingesetzt:

Alle SACDs dieser innovativen 3D Binaural Series enthalten eine 3D-Binaural-Stereo-Aufnahme, die ganz puristisch mit nur zwei Mikrofonen ohne jegliche Filter und Effekte realisiert wurde. Durch die Wiedergabe dieser 3D-Version wird der Hörer nahezu direkt an den Ort des Geschehens versetzt, so als würde er die Aufnahme live miterleben. Es entsteht ein natürlicher Klang- und Raumeindruck, der dem des menschlichen Gehörs sehr nahe kommt.