Wolfgang Rihm

Komponist

Biografie

Rihm, Wolfgang

Das Oeuvre von Wolfgang Rihm ist immens und enorm vielfältig. Der Musikbegriff des am 13. März 1952 in Karlsruhe geborenen und dort lebenden Komponisten, der bei Eugen Werner Velte, Wolfgang Fortner, Humphrey Searle, Karlheinz Stockhausen und Klaus Huber studiert hat, schließt nichts aus.


Einschränkend dazu bekannte er allerdings in einem Gespräch: Es ist für mich nur nicht alles in gleicher Weise erstrebenswert und machbar, weil mir zu vielem auch die Voraussetzungen fehlen, aber aufsuchbar und interessant ist es für mich allemal.


So fehlen in seinem Werkverzeichnis – bisher jedenfalls – ausgesprochen experimentelle, offene Partituren ebenso wie Aktionskompositionen und Klanginstallationen, die er einmal spontan und polemisch als „Gartenzwerge der Musik“ bezeichnet hat. Ich bin ja vom ganzen Werdegang her sicher aus der Fortsetzung des klassisch-modernen Diskurses zu verstehen, so empfinde ich mich auch. Auch in der Gegenposition zu mehr spielerischen Formen der Zeitgenossenschaft.


Eine Gegenposition zum gängigen Konzertalltag praktiziert der seit 1985 an der Musikhochschule Karlsruhe Komposition lehrende Rihm auch, wenn es um den verbalen Werkkommentar aus Komponistenhand geht. Seit Jahren verweigert er beharrlich die erklärenden Selbststatements oder artikuliert, wenn er doch welche schreibt, „unformulierte Ablehnungen“.

Veröffentlichte Alben

  • Wolfgang Rihm und die Orgel

    Jubiläums-Edition Künstler im Gespräch Vol. 12Ich konnte Wildwuchs werden (Wolfgang Rihm))

    Wolfgang Rihm lässt sich weder einordnen noch festlegen. Nicht als Mensch und erst recht nicht als Komponist. Im Gespräch mit Mirjam Wiesemann (SACD3) konstatiert er, verschmitzt lächelnd: Man kann, was ich mache, benennen wie man will, man kriegt es doch nicht in den Griff. Krieg ja nicht mal ich...


    Der Ausgangspunkt seines Schaffens war von Anfang an die Lust am Spiel. So begann er bereits in den 1960er Jahren in seiner Heimatstadt Karlsruhe, nachts stundenlang an verschiedenen Orgeln zu improvisieren und schuf schon damals keine Kopfgeburten sondern sehr sensuelle Früchte.


    Das kompromisslose und leidenschaftliche Aus-dem-Vollen-Schöpfen, Alles-Geben und Über-seine-Grenzen-Hinausgehen mit einer schier überwältigenden Intensität und Emotionalität... Das macht Rihms Werk in seiner inzwischen unüberschaubaren Fülle so faszinierend

  • Wolfgang Rihm: Konzert in einem Satz - Ernst Toch: Konzert für Violoncell und Kammerorchester

    Zwei Cellokonzerte: Wolfgang Rihm - hoch romantisch, ganz 'cellistisch' im Sinne der weitgeschwungenen Linien und der Ausdrucksbandbreite sowie ein hochvirtuoses Kammerkonzert von Ernst Toch. Eine kurzweilige Abenteuerreise zu neuen Klangwelten mit Tanja Tetzlaff sowie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Peter Ruzicka!

  • Wolfgang Rihm: Streichquartette Nr. 1, 4, 8 und 5

    Das Streichquartett nimmt in Rihms Schaffen eine exponierte Stellung ein. Die Werke zeigen eine stark gestisch geprägte, energetische Musiksprache, die vom Doelenkwartet „mit Verve, Brillanz und äußerstem Engagement umgesetzt wird“ (Fonoforum).

  • Lieder von Othmar Schoeck, Wolfgang Rihm und Dimitri Schostakowitsch

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Klavierlied eine fortschrittliche Gattung. Wie unterschiedlich Schoeck, Schostakowitsch und Rihm mit diesem Erbe umgehen, zeigen die Altistin Claudia Rüggeberg und ihr Klavierpartner Axel Bauni.

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