Ludwig van Beethoven: Missa Solemnis in D-Dur op. 123

Susanne Bernhard, Anke Vondung, Pavol Breslik, Yorck Felix Speer, Orchester und Kammerchor der KlangVerwaltung, Enoch zu Guttenberg

Label: FARAO classics

Erschienen: 2010

Katalog-Nummer: FARAO classics CD B 108053

USB-Stick
5CH

Kurzbeschreibung

Beethovens Missa Solemnis, eines der anspruchsvollsten Werke der Chorliteratur, hat Enoch zu Guttenberg vierzig Jahre lang in Atem gehalten. Der Dirigent ist bekannt dafür, erst dann überzeugend aufführen zu können, wenn er das Werk und seine Hintergründe in jeder Beziehung verinnerlicht hat. Im März 2009 wagte Guttenberg endlich seine persönliche Erstaufführung der Missa Solemnis. Überwältigender Jubel seitens Presse und Konzertbesucher!

Beschreibung

Ludwig van Beethoven selbst bezeichnete die Missa Solemnis als sein vollendetstes Werk, und tatsächlich zählt die Komposition bis heute zu den berühmtesten Messen dieser abendländischen Kunstgattung. Anlass zur Entstehung der Missa Solemnis lieferte Erzherzog Rudolph von Österreich, Beethovens begabter Schüler, enger Freund und finanzieller Förderer, als dieser zum Erzbischof von Olmütz ernannt werden sollte. Spontan fasste Beethoven den Beschluss eine feierliche Messe für die Inthronisation zu komponieren.
Beethoven war weder religiös noch ungläubig. Er beschäftigte sich mit altägyptischen Schriften, mit der Philosophie Kants und behauptete, in der Pracht der Natur die Existenz Gottes zu erkennen. Als ein tief im kirchlichen Leben verwurzelter Mensch galt er nicht. Insofern nahm die gedankliche Auseinandersetzung mit seinem Gottesverständnis und den damit verbundenen ‚Studien’ der Theologie, Liturgie und Kirchenmusik, die Beethoven für die Komposition der Missa Solemnis als notwendig erachtete, weit mehr Zeit in Anspruch als angenommen. Beinahe vier Jahre arbeitete er an dem Werk. Sein Plan, die Feierlichkeiten der Bischofsweihe mit seiner Messe zu begleiten, ging leider nicht auf. 1823, drei Jahre nach der Inthronisierung, übergab Ludwig van Beethoven Erzbischof von Olmütz die ihm gewidmete Missa Solemnis. Die Uraufführung erfolgte nicht im sakralen Rahmen, sondern auf Initiative des Fürsten Galitzin in St. Petersburg im April 1824 als Konzert der dortigen Philharmonischen Gesellschaft.
Die Missa Solemnis ist keine reine Kirchenmusik, etliche symphonische Stellen machen einen Großteil der Messe aus. Sie stellt enorm hohe technische wie stimmliche Anforderungen an Solisten, Chor und Orchester. Die Fachwelt behauptet, das Finale des Credos zum Beispiel gehöre zu den anspruchsvollsten Tonläufen der Chorliteratur. "Kunst muss Inhalte transportieren", sagt der Dirigent, "der Hörer muss verstehen, was da erzählt wird." Die vielfältig von Beethoven verwendeten musikalischen Allegorien und Bilder weiß zu Guttenberg plastisch und kontrastreich umzusetzen. Aus der inneren Bedeutung der liturgischen Texte und Bilder entsteht so eine außerordentlich hohe musikalische Dynamik und Dichte. Menschliche Demut und göttliche Herrlichkeit erklingen in eindringlichem Gegensatz.


Das Wissen um die theologischen Bezüge in der Partitur, ihre Ausdeutung und Ausformung stellt zu Guttenberg in den Dienst einer Herangehensweise, die dem Zuhörer Beethovens Werk aus einem neuen Blickwinkel erschließt. Das Autograph der Messe überschrieb Ludwig van Beethoven mit dem Motto "Von Herzen – Möge es wieder – Zu Herzen gehen!" Enoch zu Guttenberg nimmt dieses Motto als seinen Auftrag und als den Maßstab seiner Interpretation an.

Biografien

Enoch zu Guttenberg
Bequem hat er es sich nie gemacht. Enoch zu Guttenberg ist seinen eigenen Überzeugungen gefolgt, ist nie einfach nur mit, sondern oft genug gegen den Strom geschwommen. Als einer der herausragenden Dirigenten unserer Zeit hat er sich mit der Musik auf eine Weise auseinandergesetzt, die Publikum und Kritiker aufgerüttelt und ihm zugleich internationale Achtung verschafft hat. Sowohl als Sinfoniker als auch als Interpret der großen Sakralwerke setzten seine Aufführungen wichtige Akzente in der eigenen Laufbahn und auf den bedeutenden internationalen Bühnen. Neben seinen Engagements als Gastdirigent, z.B. beim MDR Leipzig als Prinzipal Guest Conductor oder beim Sinfonieorchester des NDR Hamburg, beim RSO Saarbrücken, an der Deutschen Oper am Rhein, beim Nouvelle Orchestre Philharmonique Paris und vielen anderen nationalen und internationalen Orchestern, sind es insbesondere zwei Ensembles, die Guttenbergs künstlerische Idee und musikphilosophische Ansätze – so der Dirigent selbst – „mit mir zusammen zu 100% bemüht sind, als gemeinsame Anliegen umzusetzen“: das Orchester der KlangVerwaltung, zu dessen künstlerischem Leiter er 1997 berufen wurde, und die von ihm seit 1967 geleitete Chorgemeinschaft Neubeuern. Für Enoch zu Guttenberg und seine ihm verbundenen Ensembles sind die Symbiose aus dem fundierten Wissen um die jeweilige historische Aufführungspraxis, der unbedingten, zwingenden Inhaltsorientierung und der hieraus wachsenden Emotionalität Grundlage ihrer Interpretation. Dies gilt für alle bedeutenden Werke des Barock, der Wiener Klassik, aus Romantik und Spätromantik sowie für Kompositionen des 20. Jahrhunderts. Die jüngsten gemeinsamen Erfolge feierte Guttenberg zusammen mit der KlangVerwaltung und der Chorgemeinschaft Neubeuern im Oktober 2009 in China. Bei den gemeinsamen Konzerten im Rahmen des Hongkong Music Festivals und des Beijing Music Festivals standen Werke von Joseph Haydn im Mittelpunkt. „Man muss für das, was man tut, existentiell einstehen können“, ist das Credo des Dirigenten. Die Antworten auf die offenen Fragen der Welt, die Guttenberg in der Musik sucht und findet, sind manchmal radikal, haben die Fachwelt mehr als einmal polarisiert, und finden weltweit enthusiastische Anhänger. Im Jahr 2000 wurde Enoch zu Guttenberg die Intendanz der Internationalen Herrenchiemsee Festspiele übertragen. Als künstlerischer Leiter kreierte Guttenberg zusammen mit dem Dramaturgen Klaus J. Schönmetzler hier ein singuläres Konzept, das nicht nur von seiner Persönlichkeit und seinen Überzeugungen geprägt ist, sondern zugleich die besondere Historie der Lokalität einbezieht. Obwohl die Musik immer im Zentrum seiner Aktivität und Kreativität liegt, seine Mitwelt hat Guttenberg niemals aus den Augen verloren. Ob als beharrlicher Mahner und Visionär in Sachen Umweltpolitik oder als erfolgreicher Förderer der kulturellen Zusammenarbeit zwischen Ost und West – geprägt durch sein Elternhaus war die Verbindung von politischem und künstlerischem Engagement für Enoch zu Guttenberg stets Verpflichtung. Für seine Arbeit wurde er über die Jahre mit etlichen Auszeichnungen, darunter der Deutsche Kulturpreis und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, geehrt. Für die Einspielung von Anton Bruckners Symphonie Nr. 4 Es-Dur „Romantische“ erhielt er zusammen mit dem Orchester der KlangVerwaltung den begehrten ECHO Klassik 2008 in der Kategorie „Sinfonische Einspielung des Jahres“, Musik des 19. Jahrhunderts. Sein musikalisches Wirken wird mittlerweile durch zahlreiche Funk- und Fernsehproduktionen sowie CD-Einspielungen dokumentiert.


Die KlangVerwaltung
wurde 1997 von den beiden Geigern Andreas Reiner und Josef Kröner gegründet. Die adäquate Umsetzung der musikalisch außergewöhnlichen Konzeptionen des Dirigenten Enoch zu Guttenberg war und ist das Ziel dieses Orchesters. Stand anfangs der ungewöhnliche Name - er soll das im verantwortungsvollen Sinne treuhändische Verwalten von Musik illustrieren - im Vordergrund des Interesses, so wurde schnell klar, dass ein neues Eliteorchester das Podium betreten hatte, dem nicht nur die historische Aufführungspraxis des barocken und frühklassischen Repertoires vertraut ist. Hochvirtuoses Zusammenspiel, außergewöhnliche solistische Fähigkeiten, ungemein farbige klangliche Möglichkeiten und ein hochengagierter Habitus haben dem Orchester neben Traumkritiken einen in der professionellen Orchesterwelt ungewöhnlichen Sympathiewert beschert. Ein fester Stamm von Musikern findet sich projektbezogen zusammen, um neues, aber auch das einstweilen große angestammte Repertoire zu erarbeiten und neu zu beleuchten. Der Arbeitsstil dabei hat eine Art Workshop-Charakter, bei dem Dirigent und Musiker gleichberechtigt in die musikalische Arbeit involviert sind. Dieser Prozess garantiert ein hinreißend lebendiges, homogenes und kompromissloses Musikerlebnis. Musiker führender Symphonie- und Opernorchester (u. a. Wiener, Berliner und Münchner Philharmoniker), aber auch international bekannte Solisten und Kammermusiker: das sind die Mitglieder der KlangVerwaltung. Zum ganz außergewöhnlichen Klangerlebnis tragen auch Instrumente von Stradivari, Guarneri, Bergonzi, Guadagnini, Gofriller und weiterer berühmter Meister bei. Die Berliner Philharmonie, das Dortmunder Konzerthaus, das Schleswig-Holstein-Festival, das Rheingaufestival, der Kissinger Sommer, die Europäischen Wochen, die Frankfurter Alte Oper, das Festspielhaus Baden-Baden, das Festival auf Herrenchiemsee, bei dem die KlangVerwaltung Orchester in Residenz ist - das sind neben den Münchner Auftritten wichtige Stationen. Im Januar/Februar 2006 war die KlangVerwaltung zum ersten Mal auf einer zweiwöchigen England-Tournee, 2007 erstmals in den USA, im April 2007 gastierten sie nun einstweilen zum fünften Mal in Europas wichtigstem Musiktempel, dem Wiener Musikverein, 2008 waren sie wieder auf Reisen in England. 2009 das Debut im Amsterdamer Concertgebouw, und geradezu sensationell war der Erfolg des Orchesters auf der Asien-Reise im Oktober 2009. Seit der Gründung 1997 nimmt die KlangVerwaltung CDs für Farao classics auf, die von der internationalen Kritik ganz hervorragend aufgenommen wurden. Die 4. Symphonie Bruckners, eine Live-Aufnahme aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, wurde 2008 mit dem bedeutendsten deutschen Musikpreis, dem ECHO Klassik ausgezeichnet.


Der Kammerchor der KlangVerwaltung
wurde im Jahr 2000 von Enoch zu Guttenberg gegründet. Ergänzend zum hochvirtuosen Orchester der KlangVerwaltung entstand damit ein adäquates Sängerensemble, das die exemplarische und stilsichere Erarbeitung und Aufführung von Werken für kleinere Chor- und Orchesterbesetzungen ermöglicht. Der Chor besteht aus professionellen und erfahrenen jungen Sängerinnen und Sängern aus dem süddeutschen Raum, darunter Mitglieder des Philharmonischen Chors München, des Chors des Bayerischen Rundfunks, des Collegium Vocale Gent und anderer renommierter Vokalensembles. Bereits die ersten Aufführungen beim Bachfest 2000 auf Herrenchiemsee bestätigten die in das neue Ensemble gesetzten Erwartungen: „Bachfest endete triumphal. Enoch zu Guttenberg realisiert Händels Messias mit Idealensemble!“ schrieb die Presse. 2001 gelangten Händels „Cäcilienode“ und Glucks „Orpheus“ unter der Leitung von Enoch zu Guttenberg sowie Meyerbeers „Gli Amori di Teolinda“ mit Ljubka zu Guttenberg am Pult zur Aufführung. Weitere umjubelte Konzerte folgten mit der Messe in e-moll von Anton Bruckner, mit Brahms‘ „Fest- und Gedenksprüche“, Beethovens „Chorfantasie“ und Bachs h-moll-Messe. Beethovens „Missa Solemnis“ brachte das Ensemble bereits bei den Festspielen auf Herrenchiemsee 2008 unter der Leitung von Enoch zu Guttenberg zur Aufführung.


Susanne Bernhard (Sopran)
Die aus München stammende Sopranistin Susanne Bernhard begann 1995 mit dem Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater in München. Sie erhielt Unterricht bei Angelica Vogel und in der Liedklasse von Helmut Deutsch sowie privaten Unterricht bei Kammersänger Jan-Hendrik Rootering, Dietrich Schneider, Carol Byers und Richard Trimborn. Seit Beginn ihres Studiums war sie an zahlreichen Produktionen der Bayerischen Theaterakademie beteiligt. 1997 debütierte sie als Susanna in Mozarts „Le Nozze di Figaro“ im Prinzregententheater München. Mit nur 23 Jahren wurde sie im Jahr 2000 Ensemblemitglied am Opernhaus der Landeshauptstadt Kiel. Dort war sie in zahlreichen Rollen zu erleben, beispielsweise als Lisa in Schrekers „Christophorus“, als Violetta in Verdis „La Traviata“ sowie als Gast unter anderem in der Rolle der Sophie im „Rosenkavalier“ von Richard Strauss und als Musetta in Puccinis „La Bohème“. Neben ihrer Tätigkeit als Opernsängerin widmet sich Susanne Bernhard dem Lied-, Oratorien-, und Konzertgesang. Ihre vielfältigen Engagements auf diesem Gebiet führten sie unter anderem zur Zusammenarbeit mit dem Georgischen Kammerorchester, dem Ensemble Ader Paris, der Neuen Hofkapelle München, dem Russian National Orchestra, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und der Stuttgarter Bachakademie. Unter Semyon Bychkov war sie zu Gast beim WDR Sinfonieorchester. Beim Saarländischen Rundfunk sang sie bei der vom Fernsehen übertragenen Festveranstaltung zum 50jährigen Bestehen des Orchesters unter Stanislaw Skrowaczewski (9. Symphonie Beethoven). 2007 war sie mit Bruckners „Te deum“ im Baden-Badener Festspielhaus, mit der Camerata Academica Salzburg beim Beethovenfestival Warschau sowie mit dem Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks in Mendelssohns „Paulus“ zu hören. Im November übernahm sie mit großem Erfolg kurzfristig für Luba Orgonasova die Sopran-Partie in Verdis „Messa di Requiem“ auf einer Tournee mit Enoch zu Guttenberg, die sie in die Berliner Philharmonie, ins Dortmunder Konzerthaus sowie in die Alte Oper Frankfurt führte. Beethovens „Missa Solemnis“ sang sie zuletzt mit Enoch zu Guttenberg bei den Herrenchiemsee Festspielen sowie in der Kölner Philharmonie.


Anke Vondung (Alt)
stammt aus Speyer und studierte bei Prof. Rudolf Piernay an der Musikhochschule Mannheim. 1998 nahm sie an einem internationalen Opernprojekt des European Opera Center unter der Leitung von Brigitte Fassbaender teil und erhielt nachfolgend zahlreiche Auszeichnungen: Sie war u. a. Erste Preisträgerin des Internationalen Hans-Gabor-Belvedere-Wettbewerbs in Wien und Dritte Preisträgerin des ARD-Musikwettbewerbes in München (unter Nichtvergabe eines 1. Preises) sowie Erste Preisträgerin des Bundeswettbewerbes Gesang in der Sparte Konzert. 1999 erhielt sie den 1. Preis des Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerbes. Von 1999 bis 2002 war sie Ensemblemitglied des Tiroler Landestheaters in Innsbruck, wo sie zahlreiche große Partien ihres Faches sang, u. a. Octavian, Sesto und Hänsel. Im Jahr 2000 debutierte Anke Vondung am Théâtre Châtelet in Paris als Hänsel und 2001 an der Staatsoper München als Siebel in Gounod’s „Faust“. In den folgenden Jahren feierte sie große Erfolge bei den Salzburger Festspielen, den Salzburger Mozart-Festwochen, an der Opéra Bastille sowie am Grand Théâtre de Genève, beim Glyndebourne Festival und an der Nederlandse Opera Amsterdam. Im Dezember 2006 übernahm sie kurzfristig in der „Rosenkavalier“-Premiere der Opéra de Bastille Paris die Partie des Octavian, eine Rolle, die sie wenige Monate später auch an der Staatsoper Berlin und 2008 bei den Münchner Opernfestspielen sang. Bereits 2007 debütierte sie mit großem Erfolg als Cherubino in „Le Nozze di Figaro“ an der Metropolitan Opera New York. Von 2003 bis 2006 war sie Ensemblemitglied der Sächsischen Staatsoper Dresden, seither ist sie dem Haus mit einem Residenzvertrag verbunden. Neben ihrer Tätigkeit im Opernbereich widmet sich Anke Vondung dem Konzert- und Liedgesang. Sie arbeitete mit Dirigenten wie James Conlon, Helmuth Rilling, Sir Roger Norrington, Philippe Herreweghe, Edo de Waart, Gerd Albrecht, Kent Nagano, Manfred Honeck, Peter Schreier, Dietrich Fischer-Dieskau, Fabio Luisi, Marek Janowski, René Jacobs, Peter Schneider und Jun Märkl. Konzertreisen führten sie in nahezu alle europäischen Länder sowie nach Nord- und Südamerika.


Pavol Breslik (Tenor)
Die steile Karriere des Tenors Pavol Breslik begann 2005, als er bei der Kritikerumfrage der Zeitschrift „Opernwelt“ zum „Nachwuchssänger des Jahres“ gekürt wurde. Sein Studium absolvierte der 1979 geborene Slowake an der Universität für Musik in Bratislava. Im Jahr 2000 gewann er den 1. Preis beim Antonín-Dvořák-Wettbewerb in Tschechien. 2002/03 setzte er seine Ausbildung im Opernstudio CNIPAL in Marseille fort und komplettierte sie in Meisterkursen bei Yvonne Minton, Mady Mesplé, Mirella Freni und William Matteuzzi. Von 2003 bis 2006 gehörte Pavol Breslik dem Ensemble der Berliner Staatsoper Unter den Linden an, wo er u. a. als Ferrando („Così fan tutte“), Tamino („Zauberflöte“), Don Ottavio („Don Giovanni“), Nemorino („L’elisir d’amore“), Kudrjasch („Katja Kabanowa“) und Gottesnarr („Boris Godunow“) zu hören war. Mit seinen Mozart-Partien gastierte er in dieser Zeit bereits am Teatro Verdi in Triest, am Piccolo Teatro in Mailand, am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, beim Glyndebourne Festival, bei den Wiener Festwochen und beim Festival von Aix-en-Provence. Als Jaquino in „Fidelio“ trat er im Pariser Théâtre du Châtelet auf. Seit 2006 frei schaffend, hat er sein Mozart-Repertoire um Belmonte („Entführung aus dem Serail“) und Idamante („Idomeneo“) erweitert. Als Don Ottavio trat er bei den Salzburger Festspielen und an der Metropolitan Opera New York auf, als Alfred („Die Fledermaus“) im Genfer Grand Théâtre, als Tamino im Londoner Covent Garden, als Evangelist in der Johannes-Passion im Théâtre du Châtelet, als Idamante und Lenski („Eugen Onegin“) an der Bayerischen Staatsoper München. Dort hat an der Seite von Edita Gruberova auch sein Rollendébut als Gennaro in Christof Loys erfolgreicher Neuinszenierung von Donizettis „Lucrezia Borgia“ gegeben. Auch auf den Konzertpodien ist Pavol Breslik ein gern gesehener Gast. Bei den BBC Proms in London war er mit dem Philharmonic Orchestra unter Kurt Masur in Janáčeks „Glagolitischer Messe“ zu hören, mit dem Concert d’Astrée unter Emmanuelle Haïm in London und Paris in Händels „Il trionfo del tempo“, beim Edinburgh Festival in Beethovens Messe in C-Dur und in „Christus am Ölberg“. Unter Kurt Masur wirkte er auch bei der Uraufführung von Siegfried Matthus’ „Te Deum“ und, mit dem Orchestre National de France, in Beethovens „Missa Solemnis“ und Neunter Sinfonie mit. Die „Missa Solemnis“ hat er außerdem mit dem London Symphony Orchestra unter Sir Colin Davis aufgeführt, „La Messe Solennelle“ und „Roméo et Juliette“ von Berlioz mit dem Orchester des Bayerischen Rundfunks unter Riccardo Muti. Von Naïve auf CD aufgezeichnet wurde die Originalfassung von Dvořáks „Stabat Mater“ mit dem Ensemble Accentus.


Yorck Felix Speer (Bass)
erhielt seine Gesangsausbildung bei Theodor Greß, Alan Speer sowie Hanna Schwarz und besuchte Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender und Andreas Schmidt. Heute arbeitet er mit Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Semyon Bychkov, Thomas Hengelbrock, Sir Roger Norrington, Manfred Honeck, Charles Dutoit, Ingo Metzmacher, Christopher Hogwood, Claus Peter Flor, Hayko Siemens oder Helmuth Rilling. Dabei konzertiert er mit zahlreichen renommierten Ensembles, u. a. mit den Bamberger Symphonikern, dem Orchestre des Champs-Élyssées Paris, dem Schwedischen Radiosinfonieorchester Stockholm, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Hamburger, Stuttgarter, Hofer und Münchner Symphonikern, mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, dem Württembergischen Staatsorchester Stuttgart, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Kammerorchester Basel, der Capella Istropolitana, dem Odense Sinfoniorkester, dem Orquestra Sinfonica de Sao Paulo, mit La Banda oder den Münchner Bachsolisten. Neben einem umfangreichen Konzertrepertoire, das sich von Werken von Schütz und Buxtehude über die von Bach, Haydn, Mozart und Brahms bis hin zu Partien wie der Stimme des Herrn in Schmidts „Buch mit Sieben Siegeln“, Judas in Elgars „The Apostles“ oder dem Satan in Francks „Les Beatitudes“ spannt, gab er 2002 sein Operndebüt als Figaro in „Le Nozze di Figaro“ unter Christian Kabitz. Yorck Fe ix Speer ist Preisträger des Queen-Sonja-Musikwettbewerbs in Oslo. Er sang den Christus in der Johannes-Passion am Mariinsky-Theater in St. Petersburg und in der Dresdner Frauenkirche. Zudem gastierte er an der Alten Oper Frankfurt, an St. Michaelis und in der Musikhalle Hamburg, der Berliner Philharmonie, im Wiener Musikverein sowie in zahlreichen weiteren europäischen Musikzentren. Bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen war er ebenso zu Gast wie beim Schleswig-Holstein-Musikfestival, wo er zuletzt 2007 den Raphael in Haydns „Schöpfung“ gesungen hat.

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1) Missa Solemnis in D-Dur op. 123 - Kyrie
Komponist: Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Interpret(en): Susanne Bernhard, Anke Vondung, Pavol Breslik, Yorck Felix Speer, Orchester und Kammerchor der KlangVerwaltung, Enoch zu Guttenberg
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2) Missa Solemnis in D-Dur op. 123 - Gloria
Komponist: Ludwig van Beethoven (1770-1827)
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3) Missa Solemnis in D-Dur op. 123 - Credo
Komponist: Ludwig van Beethoven (1770-1827)
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4) Missa Solemnis in D-Dur op. 123 - Sanctus
Komponist: Ludwig van Beethoven (1770-1827)
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5) Missa Solemnis in D-Dur op. 123 - Benedictus
Komponist: Ludwig van Beethoven (1770-1827)
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6) Missa Solemnis in D-Dur op. 123 - Agnus Dei
Komponist: Ludwig van Beethoven (1770-1827)
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7) Missa Solemnis in D-Dur op. 123 - Dona nobis pacem
Komponist: Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Interpret(en): Susanne Bernhard, Anke Vondung, Pavol Breslik, Yorck Felix Speer, Orchester und Kammerchor der KlangVerwaltung, Enoch zu Guttenberg
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